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Heute erscheint es unglaublich, dass erst nach 1861 Feuerwehren  als Organisationen gegründet werden konnten. Aus Turnvereinen entstanden die ersten Feuerwehren.Turneruniform um 1900

In der damaligen Turnerkleidung, weiße Leinenblusen und –hosen und natürlich einem Filzhut, waren die ersten Feuerwehrmänner zwar relativ sportlich und damit beweglich, aber diese Uniformen boten keinerlei Schutz. Das Tragen des Feuerwehrbeils war bis etwa 1865 verboten, zu tief steckte die Angst vor „bewaffneten Gruppen“  im Denken der herrschenden Klassen.

Bekleidung in den 60er Jahren, Spinnenhelm "Wiener Form"
Der erste Fortschritt war die Einführung von Lederhelmen, von Gürteln mit Karabinerhaken und die Trageerlaubnis für  Feuerwehrbeile. Besonderen Wert legte man auf prächtige Helme für die Offiziere. Erst ab 1935 wurde der Spinnenhelm aus Aluminium eingeführt, der allerdings während der Zeit des zweiten Weltkrieges durch einen Feuerwehrhelm, ähnlich dem der Soldaten, ersetzt wurde.

 

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die grau – grüne „Arbeitsuniform“ der Feuerwehren verwendet. Allerdings gab es zu dieser Zeit nur unzureichende Imprägnierungsmittel, so dass der Feuerwehrmann permanent der Nässe und dem Schmutz ausgesetzt war. Um 1986 war der Lederstiefel noch eine Art Glaubensbekenntnis, war er doch die einzige Möglichkeit, relativ trockene Füße zu haben,
längeres Tragen brachte allerdings sehr rasch Blasenbildung auf den Füßen.

 Schutzbekleidung um 1970 mit Regenschutz-Lederjacke

 Ab etwa 1970 begann man allmählich Mischgewebe mit synthetischen Fasern herzustellen, die Farben behielt man bei, auch die Imprägnierung der Textilien machte große Fortschritte durch den Einsatz von Kunstharzen bei der Ausrüstung der Uniformstoffe. Als Schutzbekleidung der obersten Uniformschicht wurden wasserabweisend beschichtete Jacken verwendet, die allerdings die Beweglichkeit des Feuerwehrmannes stark behinderte. Auch in der Fußbekleidung setzte wieder die Tendenz zum traditionellen österreichischen Schnürschuh, mit verstärktem Innenleben ein.

 

 Schutzbekleidung mit Overal in den 90er Jahren

In den 90er Jahren begann allmählich die farbliche Umstellung von den bisher grau-grünen Uniformteilen hin zu dunkelblauer Einsatzbekleidung. Die wasserabweisenden Jacken wurden durch Schutzjacken aus schwer entflammbaren Fasern ersetzt, welche sich durch deutlich mehr Bewegungsfreiheit und angenehmeren Tragekomfort auszeichneten. Darunter wurden Einsatzoveralls getragen, welche – ebenso wie die Jacken –mit reflektierenden Streifen ausgerüstet wurden, um dem Sicherheitsaspekt verstärkt Rechnung zu tragen.

 

 

Schutzbekleidung ab dem Jahr 2000In der nächsten Bekleidungsgeneration lag das Hauptaugenmerk darauf, das Gewicht der Feuerwehreinsatzbekleidung zu verringern und gleichzeitig die Schutzwirkung weiter zu erhöhen. Die grau-grünen Overalls wurden durch leichte, blaue Einsatzhosen mit verstellbaren Elastik-Hosenträgern ersetzt. Im Zuge der Nachbeschaffung von Schutzjacken wurde sukzessive auf ein neueres Model mit zahlreichen Verbesserungen umgestellt. Um auch den Händen im Einsatz ausreichend Schutz zu bieten, wurden die handelsüblichen Arbeitshandschuhe ausnahmslos gegen moderne Schutzhandschuhe ersetzt.