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Funkrufname:

„Leiter Korneuburg“ drehleiter 1
Aufbau: Rosenbauer Austria AG
Fahrgestell: Mercedes 1524
Baujahr: 1995
Besatzung: 1:2

 

 


Das 1995 im Zuge einer Beschaffungsaktion des NÖ LFV in Korneuburg stationierte Drehleiterfahrzeug rückt, auf Anforderung des jeweiligen Einsatzleiters, im gesamten Bezirk zu Einsätzen aus.

Nicht nur bei Brandeinsätzen, sondern auch bei Menschenrettungen aus Höhen oder Tiefen wird oftmals ein Hubrettungsfahrzeug zur schnellen und sicheren Personenrettung benötigt.

Seitlich am Fahrzeug sind große Sicherheitsaufstiegsvorrichtungen vorgesehen, in Fahrstellung ist das Fahrzeug 10,0 m lang, 2,5 m breit und rund 3,3 m hoch. Die maximale Rettungshöhe beträgt 30 m, bei einer Ausladung des Leiterparks von 12 m, kann eine Höhe von 23 m erreicht werden. Das Fahrzeug arbeitet computerunterstützt, am Steuerstand werden alle relevanten Informationen über ein Display angezeigt. Der Computerbetrieb erlaubt auch ein asymmetrisches Abstützen des Fahrzeuges, z.B. bei Platzmangel. Die Drehleiter verfügt über einen Rettungskorb, mit dem bis zu drei Personen oder zwei Feuerwehrmitglieder plus Krankentrage befördert werden können. Am Rettungskorb und am unteren Ende des Leiterparks sind je zwei LED-Scheinwerfer angeordnet, die auch beim Abstellen des Fahrzeugmotors im Batteriemodus Licht abstrahlen können.

Der Rettungskorb kann mit einem Wendestrahlrohr bestückt werden, um einen umfassenden Außenangriff (z.B.: Fabriksbrand) durchführen zu können. Der Werfer liefert ca. 1700 l/min bei 9 bar. Um diverse Elektrogeräte vom Rettungskorb aus verwenden zu können, ist der Leitersatz mit einer thermisch geschützten E-Übertragungsleitung und bruchsicheren Steckdosen ausgestattet. Die Stromversorgung erfolgt bei Bedarf über ein mitgeführtes Notstromaggregat (8 kVA). Sollte aus Platzgründen der Einsatz des Rettungskorbs nicht möglich sein, so kann dieser mit wenigen Handgriffen abmontiert werden. In Fahrstellung ist der Korb über den Leiterpack gestülpt und richtet sich beim Ausfahren der Stützen automatisch auf. Im Rettungskorb selbst ist ebenfalls ein Steuerstand eingerichtet, der auch eine Steuerung der Drehleiter vom Korb aus möglich macht.


Für die Höhen- und Tiefenrettung sind am Fahrzeug, neben Sicherungskomponenten, eine Schleifkorb-, sowie eine Schaufeltrage und ein Flaschenzug-Set gehaltert. Ergänzend dazu wird für den Brandeinsatz ein Turbolüfter mitgeführt.

Im Dezember 2014 erfolgte reparaturbedingt der Austausch des Drehleiterkorbes gegen ein Modell der neuesten Generation. In diesem Zuge wurde auch ein Steigrohr am obersten Leiterpark mit einem Absperrventil montiert. Dadurch kann die Verlegung einer Löschleitung zur Brandbekämpfung schneller erfolgen. Das zeitaufwändige Ausrollen des Schlauches über die Leiter entfällt somit.