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ATS1Liegt der Sauerstoffgehalt in der Luft unter 17 %, so muss "schwerer Atemschutz" verwendet werden. Schwerer Atemschutz bedeutet, dass die Atemluft für das Feuerwehrmitglied aus einer Pressluftflasche am Rücken entnommen wird. Je nach System und Luftverbrauch variiert die Einsatzdauer unter schwerem Atemschutz zwischen 20 und 45 min. Schwerer Atemschutz wird bei Bränden oder Schadstoffaustritten eingesetzt, um die Gesundheit der Feuerwehrmitglieder zu schützen. Nur wer physisch und psychisch topfit ist, kann sicher in den Atemschutzeinsatz gehen. Ein Atemschutztrupp besteht in Niederösterreich in der Regel aus drei Feuerwehrmitgliedern.

Das Atemschutzteam - die Aufgaben

Der Atemschutzwart und seine Gehilfen sind für die reibungslose Funktion der Atemschutzgeräte verantwortlich. Mit anderen Worten: Der Atemschutzwart  trägt die Verantwortung für das Leben der Truppmitglieder. In Korneuburg steht dafür eine moderne Atemschutzwerkstatt, ausgestattet mit einem 300/200bar-Kompressor, der mit einem zusätzlichem Druckluftspeicher ein besonders schnelles und effizientes Füllen einer großen Anzahl von Flaschen ermöglicht, zur Verfügung.

Das Equipmentas2

Das Standardeinsatzgerät ist der Pressluftatmer "MSA Auer AirGo" mit einer 300bar-Composite-Flasche (Einsatzzeit ca. 20 min). Diese Geräte werden mit der Zwei-Punkt-Maske (Panoramasichtscheibe, Steckanschluss), einer Flammschutzhaube und einem Totmannwarngerät kombiniert benutzt.

Atemschutz für den Tunneleinsatz

Für den Tunneleinsatz wurden Ende 2009 sechs Atemschutzgeräte "MSA Auer Air Go" mit zwei 300bar-Composite-Flaschen angeschafft. Die Einsatzdauer bei diesen Geräten beträgt ca. 45 min. Im Vergleich zum Standardeinsatzgerät zeichnen sich diese Atemschutzgeräte durch eine längere Einsatzdauer und der Möglichkeit, einen weiteren Lungenautomaten anzuschließen (Rettungsanschluss), aus. Um in verrauchter Umgebung Personen mit Atemluft versorgen zu können, kann eine Rettungshaube (MSA Auer RespiHood) mit dem Rettungsanschluss  verbunden werden. Weiters besteht auch die Option, einen anderen Kameraden mit Luft zu versorgen, wenn dessen Luftvorrat zu Ende gegangen ist.

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atemschutzgeraet 1Überdrucksystem

Bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Korneuburg sind alle Atemschutzgeräte im Überdrucksystem ausgeführt. Das bedeutet, dass während des Atemschutzeinsatzes ein permanenter Überdruck von ca. 4mbar in der Maske herrscht. So ist sichergestellt, dass trotz einer eventuell auftretenden undichten Stelle, keinerlei Schadstoffe eindringen können und daher die Sicherheit des Geräteträgers bestens gewährleistet ist.