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Die Aus- und Weiterbildung der Feuerwehrmitglieder ist eines der umfangreichsten Fachbereiche innerhalb der Feuerwehr. Neben Grundlagen müssen aber besonders neue Geräte, neue Rettungstechniken und sogenannte „Drillfertigkeiten“, wie das situationsgerechte Auslegen einer Löschleitung, geübt werden.

Bereits vor dem Eintritt in die Aktivmannschaft erfolgt bei der Feuerwehrjugend eine spielerische Ausbildung in allen Bereichen des Feuerwehrwesens. Diese Ausbildungsinhalte sind auch Bestandteil der Basisausbildung, weshalb das Training der Feuerwehrjugend den Grundstein der weiteren Ausbildung darstellt.

In weiterer Folge absolvieren die Feuerwehrmitglieder Basis- und Erweiterungslehrgänge. Diese werden intern, auf Bezirks- oder Abschnittsebene oder in der NÖ Landesfeuerwehrschule in Tulln abgehalten.

 

Wer wird ausgebildet?

  • Lange Mitgliedschaft bei der Feuerwehr selbst festigt den Umgang mit Routinetätigkeiten, jedoch muss auch hier gezielt fortgebildet werden.
  • Junge KameradInnen müssen motiviert und schrittweise an den komplexen Feuerwehrdienst herangeführt werden.
  • Interessierte Mitglieder gehören fachspezifisch gefördert und ausgebildet.
  • Die höhere und mittlere Führungsebene muss sich ständig mit den sich ändernden Taktiken auseinandersetzen.
     

Zusammengefasst bedeutet dies, dass die Ausbildung ab dem Eintritt in die Feuerwehr beginnt und niemals endet.

 

Umsetzung

Die Ausbildung wird durch den Ausbildungsleiter koordiniert, der Kommandant trägt die Gesamtverantwortung. Alle zwei Wochen findet eine von einem der beiden Zugskommanden gestaltete Übung statt. Das Zugskommando besteht aus einem Zugskommandanten, einem Zugstruppkommandanten und zwei (oder drei) Gruppenkommandanten. Diese Funktionen führen die Mannschaft im Zugs- und Gruppenrahmen auch im Einsatz.

Jedes Halbjahr wird ein anderes Übungsthema behandelt, wie z.B. „Branddienst“.

 

Regelmäßig  finden dazu zusätzlich Spezialschulungen, wie „Richtiger Umgang mit Motorkettensägen“ oder Schulungen auf neuen Einsatzgeräten statt. Die Einsatzleiter bilden sich im Zuge von Einsatzleiterschulungen weiter.  Das sind in der Regel Objektbegehungen oder Theorievorträge.

 

Im Zuge von „Einsatzübungen“ werden neuralgische Objekte und Betriebe (Landesklinikum, Großbetriebe, usw.) beübt und real „auf Herz und Nieren“ geprüft. Solche Übungen werden mit der gesamten Aktivmannschaft abgehalten und heißen daher sinngemäß „Gesamtübungen“. Dabei kann auch die höhere Führungsebene profitieren, da auch das Führen größerer Einheiten, z.B. auch gemeinsam mit einer anderen Feuerwehr, geprobt wird.